Besonderheiten
Der Erhalt Ihrer vorhandenen Zahnsubstanz steht für uns
immer im Vordergrund. Aber auch, wenn vordergründig nichts
mehr da ist, können wir Ihnen helfen. Dabei kommen unter
anderem folgende Techniken zum Einsatz:
Implantologie
Sie ist eine Variante zu Brücken und Prothesen. Implantate
sind so etwas wie künstliche Zahnwurzeln. Sie werden im
Kieferknochen befestigt und wachsen im Laufe der Zeit in den
Kieferknochen ein. Auf dieser neuen Zahnwurzel kann dann der
Zahnersatz fixiert werden. Das können zum Beispiel Kronen
oder Brücken sein, die dauerhaft angebracht werden. Implantate
können darüber hinaus auch als Anker für herausnehmbaren
Zahnersatz wie Voll- oder Teilprothesen dienen.
Unsere Besonderheit: Wir verfahren besonders
schonend und erfolgssicher mit dem computertomografiegestütrzten
dreidimensionalen Planungssystem NobelGuide.
Implantate bestehen in der Regel aus Reintitan. Dieses Material,
das zusätzlich noch mit Keramik beschichtet sein kann,
ist gut verträglich und heilt gut in den Knochen ein. Es
gibt viele Anwendungsbeispiele für Implantate, allerdings
kann ein Implantat nicht bei jedem Patienten bedenkenlos –
Vorerkrankungen wie Rheuma, Diabetes, Rauchen sind zu beachten(!)
– eingesetzt werden. Sprechen Sie daher mit unserem Team.
Nach einer Beratung sowie umfassender Diagnostik wie Knochendichtemessung,
Familienanamnese, etc. und der Besprechung des Therapieplanes
– einschließlich aller Risiken und Nebenwirkungen
– können Sie sich dann immer noch entscheiden.
Nach einer Implantation liegt die Lebensdauer eines Implantates
bei etwa 10 bis 15 Jahren.
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Endodontie (Wurzelkanal-Therapie)
Unter Endodontie versteht man die Behandlung des Wurzelkanalsystems.
Man möchte damit Zähne erhalten, die früher verlorengegangen
wären.
Besonderheiten bei uns:
- Behandlung in schwierigen Fällen unter dem Operationsmikroskop
- Minimierung des Risikos von Instrumentenbrüchen durch
mikroprozessorgesteuertes Aufbereitungssystem
- Elektrometrische Bestimmung der Wurzellänge
Eine Endodontie (Behandlung des Wurzelkanals) kann durchgeführt
werden bei:
- tiefer Karies bis zur bakteriellen Infiltration des Nervs
- einer Verletzung (Trauma), die zum Absterben des Nervs
geführt hat
- einer Entzündung der Wurzelspitze (apikale Parodontitis)
- vor prothetischen Versorgungen, wenn so wenig Zahnsubstanz
übrig ist, dass ein Stiftkern-Aufbau erfolgen muss
Behandlung
Der Sinn einer Endodontie liegt in einem bakteriendichten
Verschluss des Zahns "in alle Richtungen", d.h. an
der Wurzelspitze und zur Mundhöhle hin. Zunächst wird
bei der Behandlung des Wurzelkanals der betroffene Zahn aufgebohrt
(trepaniert) und mit kleinen Nadelinstrumenten gereinigt. Zwischendurch
wird mit desinfizierenden Lösungen gespült.
Je nach Schmerzzustand wird der Zahn vorübergehend mit
einer medizinischen Einlage versehen. Dies kann eine antibakterielle
Paste oder ein kortisonhaltiges Präparat sein.
Der Wurzelkanal wird nun weiter aufbereitet, bis so genannte
"trockene Späne" aus dem Kanal kommen, d.h. kein
infiziertes Material mehr vorhanden ist. Zum Abschluss wird
der Wurzelkanal aus einer Kombination von Guttapercha (ein Harz
mit Zinkoxid) und Zement gefüllt.
Eine Röntgenkontrolle der Wurzelfüllung beendet die
Wurzelkanal-Behandlung.
Folgebehandlung einer Endodontie
Eine wurzelgefüllter Zahn sollte im Kaudruckbereich mit
einer Teilkrone oder Krone verschlossen werden, da dort eine
größere Bruchgefahr besteht. Denn erstens ist der
Zahn "hohl" und zweitens fehlt eine "Rückmeldung"
beim Zubeißen, da der Zahn selbst nicht mehr sensibel
ist.
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Prothetik
Durch Karies, Parodontitis, Nichtanlage von Zähnen oder
durch Unfälle kann es zu Zahnverlusten kommen. Diese durch
Kronen, Brücken, Voll- oder Teilprothesen zu ersetzen ist
das Behandlungsgebiet der Prothetik.
Hier verfahren wir durch optimierte, auf den jeweiligen Fall
zugeschnittene Präzision im Abdruckverfahren. Unser stetes
Bemühen ist es, hohen funktionellen und ästhetischen
Ansprüchen gerecht zu werden, in enger und persönlicher
Zusammenarbeit mit hervorragenden zahntechnischen Labors.
Diese lassen sich unterteilen in:
- festsitzender Zahnersatz
- Einzelkronen, ggf. in Verbindung mit einem Zahnimplantat
- Brücken
- herausnehmbarer Zahnersatz:
- bedingt herausnehmbar (= kombiniert festsitzend/herausnehmbar)
- herausnehmbar
Als Materialien stehen Edelmetall-Legierungen, Nicht-Edelmetall-Legierungen,
Keramiken und Kunststoffe zur Verfügung. Bevor ein Zahnarzt
den Patienten mit Zahnersatz versorgt, erstellt er einen Heil-
und Kostenplan, den der Patient bei seiner Krankenkasse einreicht
und von dieser die Zusage der Kostenübernahme erhält
(gilt nur für Deutschland und gesetzlich versicherte Patienten).
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Totalprothetik
Grundsätzlich werden totale Prothesen immer dann angefertigt,
wenn im Kiefer keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind.
In diesen Fällen gibt es dann auch keine Anhaltspunkte
mehr bezüglich Größe, Form, Stellung, Länge
der Zähne.
Um hier perfekte Ästhetik und Funktion zu erreichen sind
mehrere zahntechnische Faktoren wichtig. Es sollten auf keinen
Fall konfektionierte Fabrikzähne verwendet werden. Entweder
passt der Zahntechniker Prothesenzähne in Farbe und Form
auf die Situation des Patienten an oder noch besser, es werden
im besonders sichtbaren Frontzahnbereich die Keramikzähne
individuell hergestellt.
Die einzelnen Zähne werden dann, um einen optimalen Zahnersatz
zu erhalten, vor Ort am Patienten direkt nach phonetischen und
ästhetischen Gesichtspunkten, Zahn für Zahn richtig
plaziert. Diese in Farbe, Form und Stellung auf den Patienten
abgestimmten Zähne werden zum Abschluss mit einem von der
Natur nicht zu unterscheidenden künstlichen Zahnfleisch
umgeben.
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Minimalinvasives Vorgehen
Minimalinvasiv,
engl.: minimal-invasive; von minimal = wenig und invasiv = eindringend; bezeichnet
grundsätzlich eine Behandlungstherapie bzw. -ergebnis unter
„größtmöglichster Schonung nicht erkrankter
Gebiete". Der Begriff wird für „Vermeidung einer
Überbehandlung", in der Zahnheilkunde im Zusammenhang
mit der Füllungsbehandlung („Adhäsivpräparation",
„prevention of extension") und der Behandlung von
Zahnfleischerkrankungen gebraucht.
Als Idealvorstellung gilt eine Technik, die wenig invasiv,
aber trotzdem eben effektiv ist. Neuere Verfahren auf diesen
Gebieten legen besonderes Augenmerk auf diesen Aspekt und tragen
– neben einer Schonung der umliegenden, gesunden Gewebe
– zur guten Compliance
bei.
Minimalinvasiv bedeutet z.B. auch, dass eine Karies im Frühstadium
(Initialkaries) durch Verbesserung von Ernährung und Mundhygiene,
Fluoridierungsmaßnahmen, Versiegelung und antibakterielle
Methoden zum Stillstand gebracht werden kann.
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